Schnupperrudern für Kinder und Jugendliche


8. Juni 2021 / Dietmar

Pfingstferien – endlich weg von Bildschirm und Homeschooling. Stattdessen raus und was erleben! Das dachten sich 15 begeisterte Mädchen und Jungen, zwischen 12 und 14 Jahren, und nahmen an dem kostenlosen Pfingstferienangebot, dem Schnupperruderkurs beim Karlsruher Rheinklub Alemannia, teil.

Die Kinder trafen sich vom 26. Mai bis 4. Juni, an 6 Kurstagen im Vereinshaus an der Werftstraße 8b. Anfangs war die Sonne etwas bedeckt, aber auch junge RudersportlerInnen und besonders solche die es werden wollen, halten ein paar Wolken nicht vom Rudervergnügen ab.

Die morgendliche Zusammenkunft der Kurs-TeilnehmerInnen um 10 Uhr war noch etwas hektisch – Jugendtrainer Maël Klingler hatte die Aufsicht und somit alle Hände voll zu tun, um auf die Vorgaben des Gesundheits- und Ordnungsamtes, korrekte Test- und Impfnachweise sowie AHA-Regelungen zu achten.

Josef Gravenhorst, Sportvorsitzender und Jugendtrainer, teilte die Mannschaften ein. Jedes Mannschaftsboot wurde mit einer Steuerfrau oder einem Steuermann und einer erfahrenen Ruderin oder einem erfahrenen Ruderer besetzt. Die Kinder sollen von Anbeginn erfahren können, wie ordentliches Rudern funktioniert.

„Dauert das immer so lang bis man auf dem Wasser ist?“, fragte der 12-jährige Georg. Rudersport ist ein komplexes Geschäft: Mannschaftsaufteilung und Fahrtenbucheintrag vor jeder Tour, gemeinsam das Boot vorsichtig aus den Lagern heben, zum Bootssteg tragen und wassern. Wer hat heute den Bootssteg geputzt…? Backbord- und Steuerbord-Skulls richtig in die Dollen der Bootsausleger einlegen. Die Steuerfrauen oder Steuermänner geben die Ruderkommandos: „Fertig zum Einsteigen – steigt ein!“, gemeinsam drückt die Mannschaft das Boot kräftig mit dem linken Fuß vom Bootssteg ab. Endlich – das Ruderboot schwimmt und alle sitzen auf ihren Rollsitzen. Ruderblätter flach aufs Wasser legen, gerade sitzen, Hände zusammenhalten, Ruderblätter aufdrehen, „alles vorwärts – los!“. Das Boot gleitet langsam voran. Ruderblätter verheddern sich, ziehen unter Wasser – Ruf der Steuerfrau, „Ruder – halt!“, „Blätter – ab!“, „Stoppen – stoppt!“. Das Boot steht.
Verschnaufpause.
Dann wieder gemeinsam und gleichzeitig, „los!“. Ein bis zwei Stunden werden wiederholend und ausdauernd die gleichen Bewegungsabläufe trainiert. Mannschaft und Boot kommen so immer besser in Fahrt.

Auch die mutigen Mütter zweier Kinder erinnerten sich wieder an frühere Rudererlebnisse, ergriffen die Gelegenheit und stiegen spontan in einen C-Gig-Doppelzweier – Rudern verlernt man nicht.

Die Kinder waren mit den Booten im Hafen Nordbecken 4 bis 6 km gerudert, bevor sie wieder am Steg anlegten. Mit vereinten Kräften schleppten sie die schweren Boote über die steilen Treppen der Hafenböschung zurück zum Bootsplatz. Dort wurden die Boote gereinigt, abgewischt und wieder in der Bootshalle gelagert. Aber jede Rudertour ist erst mit dem Austrag aus dem Fahrtenbuch beendet.

Die Kinder erlernten mit viel Spaß und teils wachsender Begeisterung an sechs Tagen die technischen Fertigkeiten im Rudersport. Das Interesse war geweckt – einige freuen sich schon auf die Teilnahme am regulären Training mit der Alemanniajugend.
Fotos: Dietmar kup

Fotos: Josef Gravenhorst