Tagestour zu „Ralfs Bootshaus“


19. August 2019 / Dietmar Kup

„Rastatt liegt rheinauf“, so hatte Johannes für Samstag, den 17. August, zur Tagesrudertour bis zum Ruder-Club Rastatt eingeladen. Noch vor dem allgemeinen Samstagstraining um 9:30 Uhr starteten Gudrun und acht Ruderer in einem fußgesteuerten Doppelvierer und einem Gigfünfer mit Steuermann vom Alemannia Bootssteg. Die Ruderbedingungen waren mit einem Wasserstand von 498 cm für die erfahrenen Rheinruderer recht gut. Bei mäßiger Strömung kamen wir schnell voran und hatten schon bald die ersten 9 Ruderkilometer bis zum Zollhaus am Auer Altrhein erreicht.

Die Fahrt bis zum Altrheindamm gehört für einige Teilnehmer schon fast zur wöchentlichen Trainingstour. Unsere Route führte eigentlich weiter, aber der Damm war zu hoch und der Wasserstand zu niedrig, sodass ein Weiterrudern leider nicht möglich war. Wir staunten nicht schlecht, als die Steuermänner Michael und Johannes kurzerhand anlegen ließen. Kein Problem ­– das Umtragen der Gigboote war für uns eine leichte Übung. Die idyllische Judengasse auf der anderen Dammseite ist auf jeden Fall einen Besuch wert, und schon bald konnten wir wieder auf den großen Strom hinausrudern. 5 lange Rheinkilometer bis zur Einfahrt zum Goldkanal verlangten bei Lauterbourg eine letzte Kraftanstrengung. Hier mussten große Sandbänke umfahren werden bis wir den strömungsfreien Goldkanal erreicht hatten. Die letzten zwei Kilometer bis zum Bootssteg des Rastatter Ruder-Clubs ruderten wir entspannt und mit Vorfreude auf die wohlverdiente Mittagspause in „Ralfs Bootshaus“.

Von der Terrasse der Vereinsgastätte des Ruder-Clubs wurde uns ein aussichtsreicher Panoramablick über den Goldkanal, Baden-Württembergs größter Baggersee geboten. Nach dem kurzweiligen Aufenthalt mit leckerem Mittagessen servierte Nena noch ein großes Stück Zwetschgenkuchen bevor wir gut erholt und gestärkt wieder in unsere Boote stiegen, um die Heimreise anzutreten.

Karl nutzte die schnelle Fahrt stromabwärts zum Steuertraining. Trotz des zahlreichen Schiffsverkehrs hatten wir großen Spaß auf der insgesamt 39 km weiten, sportlichen Wandertour. Für Karl war alles drin: „Abenteuer beim Umtragen, Erschöpfung auf dem letzten Kilometer aufwärts, zwei Schnitzel mit Bratkartoffeln, und dann beim zweiten Mal überhaupt Steuern gleich ‘ne Rheinfahrt!“

Fotos: Johannes Eckstein

Fotos: Karl Ratzsch

Fotos: Michael Hagelstein