Von 0 auf 40 in 4,5h


12. Januar 2022 / Wolfdietrich

Wie jedes Jahr wurden auch diesmal die Nutzerkonten im Fahrtenbuch zum Jahreswechsel zurück auf 0 gestellt. Und so wird es also höchste Zeit, das Kilometersammeln von neuem beginnen zu lassen und dabei vor allen Dingen auch die notwendige Zahl an Wanderkilometern zu erreichen. Schließlich möchte der ambitionierte Ruderer doch am Jahresende erfolgreich das Fahrtenabzeichen erreicht haben.

Diese guten Vorsätze hatten sich 24 Ruderinnen und Ruderer (16 vom KRA und 8 vom KRV) selbst gesetzt und fanden sich deshalb am Dreikönigstag zum traditionellen EiligeDreiKönige Rudern ein. Pünktlich trafen alle fünf Boote an der Kreuzung zum Becken 4 ein, so dass einem gemeinsamen Start um kurz vor 10.00 nichts im Wege stand. Bis um 13.00 sollten nun alle den Rhein aufwärts rudern, um dann zeitgleich zu wenden, egal, wo man gerade ist.

Bei herrlichstem Wintersonnenwetter und ohne Wind ging es raus auf den großen Strom. Nahezu keine Frachtschiffe waren unterwegs, die uns das Leben ggf. schwer gemacht hätten. Der hohe Wasserstand verschluckte glücklicherweise sämtlich Buhnen. Im Gegenzug gab es aber manche Stelle, an der man sich wunderte, wieso die Markierungssteine am Ufer auch nach drei Schlägen immer noch an der selben Stelle neben dem Boot lagen. So machten uns die Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt rein gar nichts aus.

Quasi nonstop ging es bis zum vereinbarten Zeitpunkt den Strom aufwärts. Am Abzweig des Goldkanal trennten sich die Boote dann endgültig. Entweder ging es ohne Strömung hinein in den Kanal bis Ruder-Club Rastatt; für zwei Boote ging es weiter auf dem Rhein bis zur Mündung der Murg. Dank des guten Wasserstandes reichte es sogar noch für einen guten Kilometer auf diesem Nebenfluss in Richtung Rastatt bevor der Zeiger unweigerlich auf 13.00 sprang und es Zeit für die Wende wurde.

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie die Kilometersteine auf dem Heimweg vorbeisausen. Und tatsächlich trafen sich alle vier 4x+ auch wieder gleichzeitig im Vorhafen. Lediglich der 4x hatte das mit 13.00 irgendwie missverstanden, waren sie doch nach 15km umgedreht und somit zur vereinbarten Zeit schon wieder am Ziel 😉

Für eine Wanderfahrt hat es in jedem Fall gereicht, jedes Boot durfte am Ende des Tages zwischen 30 und 40km eintragen.

Hoffen wir, dass es beim nächsten Mal auch wieder die Chance auf anschließendes Stärken und Aufwärmen bei Kaffee und Kuchen gibt. Auch die Geschichte von den schwimmenden Wildschweinen würde mich eigentlich noch näher interessieren…

Bericht: Daniel Landmann

Fotos von den Teilnehmern: