Tagesfahrt nach Mannheim – trotz Niedrigwasser


21. Oktober 2026 / Daniel

Schon einige Tage vor unserer geplanten Fahrt nach Mannheim kamen im WhatsApp-Chat Bilder vom sehr niedrigen Wasserstand im Rhein. Unser Steg lag teilweise schon auf dem Grund und eine der Treppen war nicht mehr benutzbar. Deshalb fragten einige, ob die Fahrt überhaupt stattfinden kann. Am Ende ging es aber los: 25 Leute in fünf Booten.

Für einige Mannschaften war die erste Etappe bis Speyer auch ein Test für den Rheinmarathon. Die Strecke ist mit ungefähr 42 Kilometern ähnlich lang.

Auch für unser Anfängerboot war das wichtig. Wir wollten sehen, wie wir mit einer längeren Strecke klar kommen. Auf dem Rhein sind wir ziemlich schnell gestartet und haben sogar einen Frachter überholt. Nach ungefähr 20 Kilometern tat dann bei jedem irgendetwas weh. Da wurde auch klar, warum einige bei langen Fahrten ein Sitzkissen mitnehmen.

Das Wetter war sonnig und warm. Bis Speyer kamen wir auf einen Schnitt von ungefähr14,5 km/h. Auf dem GPS-Track konnte man später gut sehen, dass wir am Anfang deutlich schneller waren als am Ende.

In Speyer machten wir beim Ruderverein Pause und aßen Pizza und Pasta. Auch dort sah man den niedrigen Wasserstand sehr deutlich. Einige Stege hingen fast in der Luft.

Danach ging es weiter nach Mannheim. WD wechselte vom Steuerplatz an die Skulls und Lena und ich wechselten uns beim Steuern ab. Für mich war es das erste Mal am Steuer auf dem Rhein. Einmal wäre ich fast auf eine große Sandbank gefahren, weil ich noch nicht wusste, auf welcher Seite man an den Tonnen vorbeifahren muss.

Die zweite Etappe war für uns überraschend einfacher. Kurz vor Mannheim machten wir noch ungefähr zehn Minuten Pause und ließen uns einfach mit der Strömung treiben.

In Mannheim waren die fünf Boote nach ungefähr 30 Minuten auf dem Anhänger. Ein Teil der Gruppe fuhr mit Stadtmobil und Anhänger zurück, die anderen kauften sich Bier und nahmen die S6 nach Karlsruhe.

Am Abend wurden die Boote noch gemeinsam abgeladen. Danach ging es nach Hause– müde, aber nach einem sehr guten Tag auf dem Rhein.

Bericht: Ivan Meshalkin
Fotos: Jenny + Patrick

Eindrucksvolle Demonstration, wie niedrig das Wasser zu dem Zeitpunkt wirklich war. Wir befinden uns hier mitten in der Fahrrinne und das Blatt hat Bodenkontakt