Deutsche Indoor-Serie: Ludwigshafen, Kettwig


2. Februar 2016 / Wolfdietrich Jacobs

Die “Ganzjahressportart Rudern” eilt von Höhepunkt zu Höhepunkt ihrer Wintersaison. Nach der EM in Györ liegen nun auch die vier Stationen der Wettkampfserie um die Deutschen Meistertitel hinter den Athleten und das Ende hochklassiger Drinnen-Ruder-Wettbewerbe wird erst nach der “Langstrecke” in Starnberg mit dem ganz großen Spektakel in Boston erreicht sein. Sowohl in Ludwigshafen als auch in Kettwig war die Alemannia vertreten.

Der Rhein-Neckar-Cup, wie seit Jahren ausgetragen im Ludwigshafener Gemeindehaus Pfingstweide, ist zuallererst eine Standortbestimmung im Frühjahr mit der Gelegenheit, sich für die Großbootbildung auf Landesebene zu empfehlen. Den Eintrag in die Rangliste des DRV gibt es gratis dazu.

Im Rennen der leichten B-Junioren traten dann gleich zwei Alemannen gegen 25 Mitbewerber an. Sowohl Maxi als auch Tim schenkten den Gegnern nichts und ruderten sich mit guten Leistungen nicht nur ins Mittelfeld des Rennens, sondern auch ins Blickfeld der Stützpunkttrainer. Die meisten der besser Platzierten entstammen anderen Landesverbänden. So dürfen sich Tim und Maxi nun auf ein Doppelvierer-Trainingswochenende in Mannheim freuen. Jungs, macht was draus!

Nach längerem krankheitsbedingten Trainingsausfall hatte Malte sein erstes Rennen über die vollen 2000m bei den A-Junioren zu bestreiten. Eine gute Platzierung war unter diesen Voraussetzungen nicht wirklich zu erwarten, aber die Vorgabe, sich nicht abhängen zu lassen, konnte Malte sehr gut erfüllen, und der Abstand zu manchem Gegner, den man “eigentlich” in der Spitzengruppe vermutet hätte, war überraschend und erfreulich klein.

Noch besser konnte sich Malte dann in der Kür, dem 350m-Sprint in Szene setzen. Couragiert und ohne Scheu vor großen Namen ließ er die Kette sausen, was ihm einen schönen 5. Platz einbrachte.

Ein Blick auf die Ranglisten, nun nach dem Finale in Kettwig, lässt staunen, denn immerhin 134 leichtgewichtige JBs wurden gelistet, mit unseren Sportlern ziemlich zentral. Leichte Zweifel an der Korrektheit können den Betrachter der Junior A-Liste beschleichen, denn dort tauchen sämtliche Karlsruher Starter überhaupt nicht auf. Übersichtlicher, aber auch nicht auf der Höhe des Geschehens, ist die Darstellung der Situation bei den Masters-Frauen.

Unsere Gudrun startete in Ludwigshafen allein in ihrer Altersklasse, allerdings gegen zwei zuvor in Berlin und Lübeck, den ersten Stationen der DIRS, gezupfte Werte: eine für Gudrun absolut machbare Aufgabe. Sieg (logisch) in Ludwigshafen und souveräner Spitzenplatz auf der Liste. Um diesen auch sicher über die Ziellinie zu retten, vielleicht die ohnehin gute Zeit noch um ein paar Zehntelchen zu verbessern, setzte sie sich auch auf der großen Showbühne in Kettwig noch einmal auf die Maschine.

Belohnt wurde sie mit einem Super-Ergebnis, dem erneuten Gewinn der Goldmedaille auf nationaler Ebene, die ihr von Rolf Warnke, im DRV-Präsidium für den Wettkampfsport zuständig, in einer feierlichen Zeremonie umgehängt wurde und dem Bewusstsein, dass nur eine einzige Masters-Ruderin, diese allerdings aus der jüngsten Altersklasse, schneller auf dem Ergo rudern konnte. Gemeinsam werden die beiden Ende Februar bei der sogenannten Indoor-Weltmeisterschaft in Boston im “Team Germany” die deutschen Farben vertreten. Auch das wurde in Kettwig festgeklopft.

 

Fotos vom Rhein-Neckar-Cup Ludwigshafen von Harald Pawlik:

Fotos vom Rhein-Neckar-Cup Ludwigshafen von Gudrun Klein und Wolfdietrich Jacobs:

Fotos vom Rhein-Neckar-Cup Ludwigshafen von Hannes Blank (LRVBW) und Mannheimer Regattaverein:

Fotos vom DIRS-Finale Kettwig von Gudrun Klein und Wolfdietrich Jacobs:

Ergebnis Ludwigshafen 2016

Rangliste MW 55-59 vor Kettwig

Ergebnis Kettwig MW 55-59

Übrigens:   Kettwig ist für Essen, was Durlach für Karlsruhe ist.