2 Länder, Flüsse, Städte und Vereine – Wanderfahrt auf Moldau und Elbe


30. August 2018 / Dietmar Kup

Die „harten Fakten“:

Vom 4. bis zum 12. August waren Anna-Lisa, Arthur, Claudia, Frank, Gerd, Gerhard, Herbert, Jens, Johannes d. Ä., Johannes d. J., Kristina, Maren, Michael, Nina, Patrick, Petra, Rebekka, Sandra (etwas abgekürzt) und Silvia zusammen auf Wanderfahrt und sind insgesamt 302 km vom Orlik-Stausee in Tschechien bis nach Dresden gerudert.
Und wer die Teilnehmer fragt, was sie von der Wanderfahrt auf jeden Fall berichten wollen, der erfährt, dass…

… die Landschaft um die Moldau eine wunderschöne Ruderstrecke ist, an der es sich gut Urlaub machen lässt. Und dass manch einer froh war, dass wir immer in der richtigen Richtung – flussabwärts – unterwegs waren.

… wir uns ein wenig wie Piraten in der Karibik gefühlt haben, als wir durch Nebel und ein Blättermeer auf der Moldau gerudert sind. Die Figuren, die am Ufer und in den Bäumen hingen, haben den Eindruck noch verstärkt.

… Ahoi einfach ein Allzweck-Wort ist – zumindest, wenn man in Tschechien auf Wanderfahrt ist. Mit Ahoi kommt man auch ohne weitere Tschechisch-Kenntnisse gut durch.

… Johannes d. J. ein verlässlicher Planer bei der Einteilung der Boote war: Das Schaubild im gelben Buch, über dem er jeden Abend nachdachte, hat zwar sonst niemand verstanden, doch die Verkündung der Sitzverteilung wurde immer als Höhepunkt des Abends mit Spannung erwartet.

… die Moder als gesteuerter Doppelzweier gleichermaßen gefürchtet und geliebt war: Zwischenzeitlich gab es die Überlegung, 3 Tage Moder-Fahren als Strafe für schlechtes Benehmen zu verhängen – aber das war nicht nötig. Stattdessen hat sich Anna-Lisa den Ehrentitel Moder-Lisa errudert und gegen Ende der Wanderfahrt überholte die Besatzung der Moder zahlreiche „Zivilisten-Boote“.

… neben der Moder auch die Friedrich (das Boot aus Bad Wimpfen) gefürchtet war – zumindest ihre Rollsitze. Johannes d. Ä. hat sie als OGS bezeichnet; für die Auflösung der Abkürzung fragt man ihn am besten selbst. Johannes d. Ä. war – völlig unabhängig vom Boot – in jedem Fall sehr als Reiseführer geschätzt: So hat er seine Mannschaft Tag für Tag mental auf die Strecke vorbereitet. Ob es auch die angekündigten Tablettchen gab, weiß man nicht so genau.

… Herbert bei der nächsten Wanderfahrt eine Luftmatratze mitnehmen sollte, die die Luft auch behält. Sein Arztkoffer und der Stift zum Beschriften der Flaschen waren hochgeschätzt, die müssen  mit auf die nächste Fahrt!

… wir am Staudamm Slapy ganz schön Glück hatten, denn der Traktor, der die Boote am Oberwasser aufnimmt und zum Unterwasser fährt, ist nicht jeden Tag da. Wer beim Aufladen im Wasser stand, hat die Abkühlung genossen, wer im Unterwasser stand, hat gemerkt, dass das Wasser dort mindestens 10 °C kälter ist.

… wir an interessanten Orten waren, so etwa in Roudnice: Der Ruderverein dort hat nicht nur eine Feldküche auf Rädern, sondern auch einen ganz bemerkenswerten Multifunktionsraum mit Bar, Küche, Ergobereich und Werkstatt in einem.

… wir wundervolle Menschen getroffen haben: Jindrich aus Usti ist 92, erklärt uns alles auf Deutsch und führt uns mit seinem Rollator zu einem Lokal, in dem wir hervorragend zu Abend essen. Unsere Boote bezeichnet er als „Touristenboote“ und erzählt, dass er zwar nicht mehr rudert, aber regelmäßig Ergo fährt.

… wir das Duschen nach dem Rudern perfektioniert haben: Nach dem dritten Rudertag schaffen wir es – nacheinander – mit nur einer Dusche und ohne Streitereien. Die Zeitlimits wenig später waren dann keine große Herausforderung mehr.

… wir meistens gut geschlafen haben, selbst wenn der Zug quasi durch unsere Zelte fuhr.

… wir nicht nur in tschechischen Gasthäusern, sondern jeden Abend hervorragend gegessen haben: Die Küche rund um Rebekka mit all ihren Helfern und KöchInnen verdient ein Riesenlob! Nur das Risotto hat einen ganzen Spülschwamm gekostet 🙂

… es einfach schön war, zusammen zu rudern und sich gegenseitig besser kennenzulernen.

… Patrick und Rebekka in der Organisation Großes geleistet haben! So ist wirklich alles glatt gelaufen und wir kamen alle wohlbehalten wieder zurück.

In diesem Sinne: Den wunderbaren Wanderfahrsorganisatoren Rebekka und Patrick ein dreimal kräftiges hipp, hipp-hurra – hipp, hipp, hurra, – hipp, hipp, hurra!              Silvia Maile

Frank

Anna-Lisa

Arthur

Claudia

Gerhard

Herbert

Kristina

Micahel

Patrick