Jugend-Wanderfahrt


9. September 2018 / Josef Gravenhorst

Kurz vor Ende der Sommerferien stand die lange erwartete Jugendwanderfahrt auf dem Programm, jedoch war laut Zeitungsberichten die Mosel sehr stark von giftigen Blaualgen befallen. Die anliegenden Rudervereine haben daher sogar teilweise ihr Training eingestellt. Da beim Rudern der Wasserkontakt gerade im Sommer mit zum Programm gehört, wurde kurzfristig die Planung unserer Wanderfahrt geändert: Statt Mosel wurden Vereine entlang der Saar bzgl. Übernachtungsmöglichkeiten angefragt. Aufgrund der insgesamt 19 Ruderer gab es platzbedingt einige Absagen, glücklicherweise jedoch auch eine Zusage. So haben wir letztlich ein zentrales Quartier in Dillingen eingerichtet und von hier jeweils die Etappen per PKW angefahren.
Nach dem Start in Saarbrücken ging es mit gemütlichen Etappenlängen von maximal 24 Kilometer pro Tag bis zur Staustufe Serrig. Auf den gut 70 Kilometer wurden vier Schleusen passiert, bei mancher Schleuse wurden unsere vergleichsweise winzigen Ruderboote sogar in der 190 Meter langen Schleusenkammer talwärts geschleust. Lt. Wikipedia ist die Staustufe Serrig Deutschlands größte Flussstaustufe an einem natürlichen Flusslauf, so konnten wir hier nach dem Verladen der Boote zum Abschluss von einer Brücke aus den enormen Schleusenhub über 14,5 Meter aus Zuschauerperspektive beobachten.

Aufgrund der überschaubaren Etappenlängen, blieb ausreichend Zeit für zahlreiche Pausen auf dem Wasser sowie der Besuch von Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke: Nachdem wir Teile des stillgelegten Stahlwerks in Völklingen vom Boot sehen konnten, haben wir die „Völklinger Hütte“ noch auf dem Landweg besucht und durften dabei sogar auf die von weithin sichtbaren Hochöfen hinaufsteigen. Am nächsten Tag haben wir die Saarschleife zuerst per Ruderboot passiert und im Anschluss die Aussichtsplattform besucht, bevor aufgrund der im Saarland begrenzten Ladenöffnungszeiten etwas hektisch die Zutaten fürs abendliche Grillen besorgt wurden.

Glücklicherweise haben sich Eltern für unser Elterntaxi gefunden, sodass wir auch dieses Jahr alle Interessenten mitnehmen konnten. Das Elterntaxi wurde gefahren von Janas Mutter sowie von Charlottes Papa – herzlichen Dank für den zeitintensiven Einsatz!
Bericht: Josef Gravenhorst

Bilder: Florian Schad

Bilder: Josef Gravenhorst