Jugend trainiert für Olympia / Landesmeisterschaften 2018


7. August 2018 / Josef Gravenhorst

Für unsere Jugendmannschaft stand kurz vor den Sommerferien der Saisonhöhepunkt auf dem Programm: Die Landesmeisterschaft sowie der Landesentscheid von Jugend trainiert für Olympia (JtfO). Schon die Organisation des Mannschafts- und Materialtransports war eine vielschichtige und mehrstündige Herausforderung:

Viele der für JtfO startenden Schüler waren in den Tagen vor dem Wettkampf im Schullandheim und mussten teilweise dort abgeholt werden, so fuhr beispielsweise am Wettkampftag morgens der Bootstransport an der Jugendherberge am Feldberg vor, um dort Sportler einzusammeln. Selbst Extrawünsche wie der Besuch einiger Ruderer bei „Das Fest“ wurde in der Planung berücksichtigt. Allein die Alemannia war mit deutlich über 30 Ruderern und Betreuern bereits eine starke Gruppe, zusammen mit dem KRV Wiking der ebenfalls mit einer vergleichbaren Gruppengröße nach Breisach angereist war und mit dem KRA ein gemeinsames Lager bezog, boten die Karlsruher Ruderer eine eindrucksvolle Kulisse an der Regattastrecke: 5 Stadtmobilbusse, 4 Anhänger, dazwischen unzählige Zelte und noch viel mehr Ruderboote.

Aus sportlicher Sicht stand für die Schüler des Goethe-Gymnasiums am Freitag das Highlight auf dem Programm: Gleich in sechs verschiedenen Rennen waren Goethe-Doppelvierer beim Landesentscheid für Jugend trainiert am Start. Nach mehrfachen gewitterbedingten Unterbrechungen waren letztlich mit über 2h Verzögerung alle Rennen absolviert: „Mit gleich mehreren 2. und 3. Plätzen haben die Ruderer aus Karlsruhe zwar denkbar knapp ihre Qualifikation für den Bundefinale in Berlin verpasst, aber vielfach scheint nun die nötige Motivation geweckt um das Rudern regelmäßig zu betreiben,“ so Janina Gravenhorst Lehrerin am Goethe-Gymnasium/Ruder AG.

Für den Samstag und den Sonntag waren die Rennen der Landesmeisterschaft sowie der Talentwettbewerb „Talentiade“ auf dem Programm: Bei der Talentiade musste im schmalen Renneiner jeweils gezeigt werden, dass man typische Manöver beherrscht und dabei möglichst schneller als die Konkurrenz unterwegs ist: Geradeaus rudern, wenden, streichen – für eine Zeitgutschrift zusätzlich auch aufstehen und winken. Kombiniert wurde der Ruderwettbewerb mit einem Waldlauf im Team. Für die Alemannia am Start waren hier drei 2er-Teams: Gleich zwei Goldmedallien durfte die Alemannia am Ende für sich verbuchen. Erstaunlicherweise hat selbst das Kentern einer unserer Ruder mit sekundenschnellem Wiedereinstieg der Konkurrenz nicht genügt, um uns den Sieg streitig zu machen.

Bei der parallel zur Talentiade ausgetragenen Landesmeisterschaft waren die besten Ruderer aus ganz Baden-Württemberg am Start um sich zu messen: Bei den Erwachsenen bekamen Malte und Josef im 2x, sowie die Masters mit Thiago, Michael, Benjamin und Josef im 4x diese Tatsache zu spüren – Zur Ruderelite auf Landeebene ist noch etwas Luft. Deutlich besser lief es für die Jugendlichen, die im Rahmen der Kooperation an den Start gingen: Gleich mehrere spannende Rennen wurden am Ende mit Medaillen honoriert – vor allem die Mädchen konnten mit zwei Silbermedaillen und einer Bronzemedaille ein tolles Ergebnis vorweisen:

Zoe, Isabel und Janna starteten schon sehr früh mit ihren Rennen im Juniorinnen Einer in den Tag, wobei Zoe den Vorlauf für sich entschied und im Finale mit einer Bronzemedaille belohnt wurde. Weiter ging es mit Laura und Olivia im Doppelzweier und Peter im Einer. Hier konnte leider kein Platz auf dem Podest errudert werden. Unsere Junioren konnten sich im Doppelvierer bis ins Finale kämpfen, waren dort jedoch auch medaillenlos. Den Tag schloss das Rennen der Juniorinnen im Doppelvierer ab. Hier konnten sogar zwei Boote gemeldet werden und eines konnte in einem spannenden Rennen den 2. Platz erringen. Den Tag ließen alle gemeinsam in einer Pizzeria im Ort ausklingen und gingen dann früh ins Bett, um für den nächsten Regattatag fit zu sein.
Nachdem alle die Nacht auf den Rheinwiesen gut überstanden hatten, starteten am Sonntag die schweren Doppelzweier der Rennmannschaft und der Doppelvierer der Masters.
Die Juniorinnen Zoe und Janna entschieden ihren Vorlauf im Zweier für sich und erkämpften sich im Finale den zweiten Platz auf dem Treppchen. Auch die anderen Doppelzweier von Anne mit Marie  und Isabel gemeinsam mit Hannah fuhren gute Rennen, konnten ihre Gegner aber nicht schlagen.

“Die ersten Erfolge auf der Talentiade und der Landesmeisterschaft belohnen die harte Arbeit, die von den Sportlern und von den Trainern in der Vorbereitung geleistet wurde. Ich bin mit den Ergebnissen sehr zufrieden und stolz auf jeden Einzelnen! Ich freue mich schon auf die nächsten Landesmeisterschaften und bin sicher, dass wir noch besser werden,” resümierte Trainer Florian Schad das ereignisreiche Wochenende.

Bericht von: Olivia, Marie und Josef

Ergebnisse von LRVBW.de:
Ergebnis Sommertalentiade 2018
DRV-ERGEBNISSE

Bilder: Florian Schad

Bilder: Josef Gravenhorst