Doping und Anti-Doping


12. März 2020 / Dietmar Kup

Was der ambitionierte (Breiten-)Sportler wissen sollte

„Doping, das ist doch nur ein Problem im Spitzensport oder in zwielichtigen „Mucki-Buden“, haben sicherlich viele der rund 25 Zuhörerinnen und Zuhörer gedacht, die am 18. Februar dem Vortrag von Dr. med. Johannes Kirsten vom Landesruderverband BW zum Thema „Doping und Anti-Doping – Was der ambitionierte (Breiten-)Sportler wissen sollte“ gelauscht haben.

Bereits sehr früh machte Johannes in seinem kurzweiligen Vortrag deutlich, dass Doping zunehmend auch ein Problem im Breitensport wird, da immer mehr Freizeitathleten ihre Leistungen und Zeiten künstlich verbessern wollen. Dass damit nicht nur der sportliche Grundgedanke des fairen Wettkampfs verletzt wird, sondern auch die eigene Gesundheit ruiniert werden kann, wird dabei billigend in Kauf genommen.

Interessant war auch der Exkurs in die Geschichte des Dopings. Denn obwohl leistungssteigernde Mittel in unterschiedlicher Ausprägung bereits seit der Antike bekannt sind, wird das gezielte Doping – also die bewusste Einnahme von Mittel zur regelwidrigen Leistungssteigerung – erst seit den 1960er Jahren problematisiert.

Konkrete rechtliche Vorgaben und systematische Kontrollsysteme gibt es sogar erst seit den 1980/90er Jahren. Auch wenn die heute angewandte, enge Kontrollsystematik bei den Spitzensportlerinnen und -sportlern und die damit verbundenen Einschränkungen bei dem ein oder anderen Zuhörer zum Schmunzeln führte, wurde jedem die Notwendigkeit und Dringlichkeit des Themas bewusst.

Der KRA e.V. sowie die externen Gäste danken Johannes für seinen aufschlussreichen und informativen Vortrag.     Thomas Bartel

Fotos: Paul Gellert