1. und 2. Platz in Genf


29. September 2013 / Josef Gravenhorst

Bei der diesjährigen Regatta um den Genfer See, welche zum 41. Mal ausgetragen wurde, war der Karlsruher Rheinklub Alemannia direkt in den beiden ersten Booten vertreten.

Matthias Auer war mit seiner Mannschaft als hoher Favorit ins Rennen gegangen und konnte dieser Rolle in 12 Stunden und 5 Minuten auch gerecht werden.

Als zweites Boot überquerte die Renngemeinschaft ARC Rhenus Bonn/Stuttgart Cannstatter Ruderclub/KRA mit Sebastian Frohn in einer Zeit von 12:20 die Ziellinie.

Aufgrund von unsicheren Wetterverhältnissen (Gewitterwarnung) war das Rennen wie im Vorjahr eine Stunde früher als normal geplant, gestartet worden. So gingen die 16 teilnehmenden Boote um 8 Uhr morgens an den Start. Das Boot Nummer 1, welches in ähnlicher Besetzung vor 3 Jahren den aktuellen Streckenrekord in einer Zeit von 11 Stunden und 43 Minuten aufgestellt hatte, galt dabei als großer Favorit auf den Gesamtsieg. Hingegen war das Boot Nummer 15 eine vollkommen neue Zusammenstellung, die bisher immer nur in der Mixed-Klasse gegeneinander gestartet war und erstmalig in einem gemeinsamen Boot ohne ihre Frauen an den Start gingen.

Bereits wenige Kilometer nach dem Start hatte sich eine Spitzengruppe aus 4 Booten gebildet, mit den Favoriten an der Spitze, gefolgt von den Booten aus Neuwied und Ludwigshafen und dem zweiten Boot mit KRA-Beteiligung. Die Boote aus Ludwigshafen und Neuwied  lieferten sich auf den ersten 30 Kilometern einen harten Bug-an-Bug-Kampf um den zweiten Platz, aus dem letztendlich die Ludwigshafener als Sieger hervorgingen.  Allerdings hatten beide Boote sichtlich unter dem Rennen gelitten. So konnte das  Boot mit Sebastian Frohn die Schwächephase der beiden nutzen, um anzugreifen und sich auf die zweite Position zu schieben.

Bis zur Halbzeit fuhr das Verfolgerboot sogar noch einige Minuten auf das führende Boot auf. Nach der Halbzeit des Rennens allerdings wuchs der Abstand wieder kontinuierlich an. Das verfolgende Boot aus Neuwied schien in Bouveret, am hinteren Ende des Sees, mit einer Viertelstunde Rückstand bereits abgeschrieben.

Das Wetter erwies sich stabiler als erwartet, und so konnte das Rennen bei angenehmen Temperaturen von ca. 20° und meist vollkommener Windstille stattfinden. Lediglich die sehr hohe Luftfeuchtigkeit machte den Ruderern etwas zu schaffen.

Die erste Mannschaft mit Matthias Auer wurde im Ziel wie üblich mit Feuerwerk und Salutschuss begrüsst. Das Boot mit Sebastian Frohn befand sich zu der Zeit schon auf der Zielgeraden und erreichte 15 MInuten später auch die Mole der Société Nautique de Genève. Erstaunlich dicht gefolgt von der Mannschaft aus Neuwied, welche im Schutz der Dunkelheit noch einmal einen Angriff gestartet hatte. Was ihnen zwei Jahre vorher geglückt war, aus dem Nichts heraus das Boot vor ihnen zu überrumpeln, ging dieses Jahr schief. Sie mussten sich mit ihrem dritten Platz zufrieden geben.

Wir danken den Kollegen vom Bonner ARC für die Logistik. Sie hatten den Transport der Boote aus Stuttgart und Bonn organisiert und dem Stuttgart-Cannstatter Ruderklub, welcher uns mit ihrem Boot “Maxe”, ihrem besten Gigvierer, für die Regatta zur Verfügung gestellt hatte.

Für das kommende Jahr hoffen wir natürlich auf eine Fortsetzung der Reihe – mal sehen, vielleicht bekommen wir ja noch ein weiteres Boot aus Karlsruhe an den Start. 😉