64. Deutscher Rudertag 2018


19. November 2018 / Dietmar Kup

Ausgestattet mit 4 übertragenen Stimmen vom KRV Wiking und 4 Stimmen unseres Vereins habe ich mich auf den Weg nach Münster zum 64. Rudertag des DRV begeben, um die Interessen unserer beiden Vereine zu vertreten. Der Rudertag ist als Mitgliederversammlung das oberste beschlussfassende Organ des Verbandes. Und es ging um viel, um Änderungen in der Satzung und die Wahl des Vorstands. Entsprechend zahlreich waren die Vertreter der Verbände und Vereine erschienen.

Am Vorabend, dem 2. November, stand die Eröffnungsfeier auf dem Programm. Ina Holtz erhielt für ihre Aufgabe als Ressortvorsitzende eine Plakette für ihre besonderen Verdienste und Thorsten Kortmann die Trainernadel in Silber. Der DRV Vereinspreis wurde an fünf Vereine vergeben. Ein Preis ging auch an Marc Dreier, Vorstand des RC Schieder am Emmerstausee 1985. e.V.. Marc war noch vor ein paar Wochen mit Johannes und mir im selben Boot beim Rheinmarathon. Herzlichen Glückwunsch, Marc, und den anderen Gewinnern der Vereinspreise!

Äußerst beeindruckt hat mich die Rede des IOC-Mitglieds Denis Oswald. Er gedachte dem ehemaligen Leistungsruderer und DRV-Ehrenvorsitzenden, Dr. Claus Heß. Claus Heß war im April dieses Jahres verstorben. Denis Oswald teilte mit den gebannt lauschenden Zuhörern seine Gedanken über die Glaubwürdigkeit und den Stellenwert des Sports in der heutigen Gesellschaft. Er stellte seine Sicht zu vielen kontrovers diskutierten Themen des Sports dar und zeigte Wege auf, wie auf die kommenden Herausforderungen reagiert werden kann. Er wurde mit Standing Ovations verabschiedet. Die Details seiner Rede sind der Zusammenfassung auf https://www.rudern.de/rudertag zu entnehmen.

Nach den Berichten des DRV-Vorstands, mit einer lobenden Erwähnung unserer Karlsruher „Wettkampfform“ All You Can Row durch den Vorsitzenden Siegfried Kaidel, standen im Mittelpunkt des Rudertags am 3. November Satzungsänderungen. Der DRV Vorstand hatte Vorschläge zur Neuordnung des Leistungssports gemacht, die von einzelnen Mitgliedsvereinen nicht geteilt wurden und mit eigenen Stellungnahmen gekontert wurden. Da die Abstimmungen nach dem ersten Beschluss auf Änderung der Satzung elektronisch durchgeführt werden durften und Moritz Petri die Diskussionen souverän geleitet hat, konnte jeweils Kompromisse erörtert und verabschiedet werden.

Ach ja, uns Delegierte wurde ein praktischer Sammelsack für Müll und Unrat mitgegeben. Liebe Mitglieder, nutzt ihn auf euren Touren auf Rhein und Nebenarmen! Er hängt im Bootshaus am Haken mit den Rettungswesten.

Text und Fotos: Michael Hagelstein