Wiking und Alemannia in einem Boot


17. März 2018 / Josef Gravenhorst

Bereits im letzten Jahr erfolgte eine erste Zusammenarbeit der Junioren Trainer zwischen Wiking und Alemannia:

  • Ein Juniorinnen Zweier startete als Renngemeinschaft im Nachwuchsbereich
  • Trainer treffen sich auf dem Wasser und unterstützen sich beim Training
  • Erste gemeinsame Trainingswochenenden

Nach dieser Testphase spürten Sportler, Trainer und Vorstände schnell: Hier stecken viele Chancen und es macht Spaß!
Entsprechend entstand der Wunsch nach einer durch die Vorstände getragenen Lösung für den Bereich der Junioren, um die Potentiale voll ausnutzen zu können.

Verbesserung erwünscht

Florian Schad (Trainer Alemannia), Victoria Karl (Trainerin Wiking), Josef Gravenhorst (Sportvorsitzender Alemannia) und Christian Händle (Sportvorsitzender Wiking) erarbeiten die Grundlagen der Zusammenarbeit:

  • Um das Angebot für die jungen Sportler zu verbessern werden die Traingstermine aufeinander abgestimmt und für Jugendliche beider Vereine geöffnet werden.
  • Um das Zeitbudget der Trainer effizienter zu nutzen und eine Vertretung bei Engpässen (Prüfungen, private Termine, … ) zu ermöglichen wird die direkte Trainerkommunikation gefördert.
  • Damit Sportler die zusammen trainieren auch gemeinsam starten dürfen, starten diese Sportler für den Selben Verein.
  • Für verbesserte Kosteneffizienz bei Anreise zu Wettkämpfen und Durchführung von Trainingslagern wird soweit wie möglich gemeinsame Organisation gefördert.

Lösung: Kooperationsvereinbarung

In der seit bereits weit über 100 Jahren bestehenden Nachbarschaft zwischen Wiking und Alemannia gab es bereits viele Versuche der Kooperation, einige Zeitzeugen der nicht immer erfolgreichen Versuche haben heute noch große Skepsis gegenüber dem jeweils anderen Verein.

Um die Erfolgschancen der aktuellen Kooperation zu maximieren, haben Josef und Christian die Aufgabe erhalten, den Überlegungen einen formellen Rahmen zu geben.

Oberstes Ziel ist ein gleichberechtigtes Miteinander und eine stetige Kommunikation auf allen Ebenen. Im Detail ist daher vieles geregelt, von den Fahrtkosten über gemeinsame Rennkleidung und Pressearbeit bis hin zur Bootsnutzung, aber auch der Wille fair und transparent Probleme zu lösen ist festgehalten, sowie im Zweifel auch die Möglichkeit einen Schlichter hinzuziehen zu können. Abwerben von Mitgliedern des anderen Vereins ist selbstverständlich tabu.

In 2018 läuft nun die Pilotphase, bei der die männlichen U18/U16 Ruderer für den Wiking und die weiblichen Athleten dieses Alters unter Alemannia im Meldeergebnis stehen werden. Vorstände und Trainer sehen hier den Einstieg in ein tolles Miteinander, welches zum Einen die internen Vorbehalte reduzieren wird und zum Anderen allgemein der Sportart Rudern in Karlsruhe weiteren Auftrieb geben wird.